Symphoniacs by Kathi Flau

Jazztime Hildesheim 2025
06.06. bis 09.06.2025

Es war locker, freundlich, familiär. Trotz des nicht gerade freundlichen Wetters war die Festivalatmosphäre bei der Jazztime 2025 mal wieder perfekt.
Schon am Freitagabend stimmten sich knapp 500 Besucher auf dem Hildesheimer Marktplatz mit der Formation Jazz2Jazz auf die kommenden drei Tage ein.

Die starteten dann mit Lösekes Blues Gang am Samstag vor dem Theater. Deren Mischung sorgte von Beginn an für „Schaukelstimmung“, „Fußwippen“ und brachte das Publikum früh in Festival-Stimmung.
Danach lieferten Johnny & The Yooahoos akustisch, mit Mandoline, Banjo, Gitarre, Bass und harmonischem Gesang – einen erfrischend ehrlichen Mix aus traditionellem Bluegrass und zeitgemäßem Folk.
Ausdrucksstark und tief im Blues verwurzelt, beeindruckte Marc Rune, alias Big Creek Slim, aus Dänemark Publikum und Veranstalter gleichermaßen.
Der absolute Hammer war dann aber der Auftritt von den Symphoniacs, in der ersten Gala-Veranstaltung.
Der Mix aus Elektro und Klassik-Elementen war optisch wie klanglich ein Erlebnis und begeisterte Jung und Alt. Schon ab dem zweiten Stück gab es für das Publikum kein Halten mehr. Bravo-Rufe und Standing-Ovations wechselten sich ab. So schön wie es war, gefühlt leider zu schnell vorbei! Aber eine Show, die in die Jazztime-Geschichte eingehen wird!
Zur After-Show-Party gabs Lounge-Jazz mit sohosmile, eine tolle Formation, mit fantastischer Sängerin.

Traditionellen New-Orleans-Jazz lieferte der Altmeister am Schlagzeug ab. Trevor Richards, ein Mann der alten Schule, brachte den Sonntag so richtig in Schwung.
Kompletter Stilwechsel dann mit Quorum X. Hochenergetisch, funky und fusionslastig sorgten sie für tanzfreudige Festivalgäste.
Die machten auch beim Bad Mouse Orchestra weiter mit, das mit seinen Songs in die Zeit des Jazz der 20er und 30er Jahre entführte. Noch eine dreiviertel Stunde nach dem Auftritt wurde die Band umlagert und schrieb sich an Autogrammen die Finger wund.
Als weiterer Stimmungsmotor zeigte sich dann Carole Alston mit ihrer Band Soul Essence. Warm und gefühlvoll, aber auch soulig mit einer Prise Funk war ihre Hommage an die großen Damen des Jazz gespickt.
Große Überraschung bei der Preisverleihung des HI FIVE Jazz Award. Mit viel Vorschusslorbeeren angekündigt, waren das Vincent Meissner Trio und Tobias Meinhart - Berlin People auch voll auf der Höhe. Beide haben beim Publikum und auf Veranstalter-Seite einen starken Eindruck hinterlassen. Würdige Preisträger kann man da nur sagen!
Danach im F 1 - eine richtige Piano-Legende. Joe Pentzlin lieferte mit Gregor Kilian nochmal Ragtime und Boogie-Woogie zum Gala-Ausklang.

Der Montag ging mit dem Siggy Davis Quartett auch gleich in die Vollen. Diese Dame zeigte sich als wahrer Energie-Katalysator.
Angeführt von einem Frontmann, der zu den besten Harp-Spielern Europas gehört, brachten die Mojo Men mitreißende Eigenkompositionen, meisterhafte Klassiker und Geschichten direkt aus dem Musikerleben.
Zum Finale tänzelte ein britischer Gentleman auf die Bühne, der es in sich hatte. Jackson Sloan, Veteran der internationalen Szene und in London beheimatet, war exklusiv für die Jazztime angereist. Mit der Drew Davies Rhythm Combo entführte er in die rauchigen Clubs der 50er Jahre – voller Groove, Gefühl und unverwechselbarem Stil.

Dank an alle, die mit Rat und Tat geholfen haben!
Dank an das zauberhafte Publikum, das Regen und Wind die Stirn geboten hat,
und großes Dankeschön an alle ehrenamtlichen Helfer.
Nach der Jazztime ist vor der Jazztime. Wir freuen uns auf 2026 - dann bei strahlendem Sonnenschein!

Der Vorstand des Bischofsmühle Cyclus 66 e. V


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